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Entwicklungstrauma heilen, Tag des Meeres und wie das Meer Traumata heilen kann

Aktualisiert: 17. Juni 2023

Heute ist Tag des Meeres. Ein Ausflug ans Meer bei Entwicklungstrauma kann eine wunderbare Möglichkeit sein, um zu heilen und zu wachsen. Das Meer wirkt direkt auf Gehirnareale, die sich durch Traumatisierung anpassen mussten.

Somit hat das Meer eine besonders heilende Wirkung auf Menschen mit Traumata in der Kindheit und Jugend. Es gibt 6 wissenschaftlichen Fakten, die diese Heilungskraft belegen. Erfahren Sie diese aus diesem Beitrag.

Tag des Meeres Entwicklungstrauma kPTBS und Traumaheilung
Das Meer spendet uns Heilung

Das "richtige" Meer

Ich habe das "richtige" Meer sehr-sehr lange nicht gesehen und war schon 21 Jahre alt, als in Griechenland das offene Meer sehen durfte. Ich hatte von Entwicklungstrauma noch keine Ahnung.


Obwohl der Strand zum Teil recht steinig war, den piecksigen Kies blendete völlig aus.

Was mich berauscht hatte, waren die stetige Brise, die Duft vom Salz und die unendliche Weite des Meeres. Ich war für immer verzaubert. 💦


Nun, die 6 Gründe, warum uns das Meer anzieht und es für Menschen mit Bindungstrauma und Entwicklungtsrauma besonders heilsam ist.


1. Entspannung, Nervensystem und die Blau

Das Meer beruhigt das Nervensystem: Das ständige Rauschen der Wellen und das sanfte Schaukeln des Wassers haben eine beruhigende Wirkung auf unser Nervensystem. Menschen mit Entwicklungstrauma haben oft ein überaktives Nervensystem, das durch das Meer zu mehr Ruhe gebracht werden kann.

Meereslandschaften wirken auf uns beruhigend, wie es einige Studien (z.B. von der University of British Colombia, 2009) bestätigen. Denn auch die Farbe Blau in all seinen Schattierungen beruhigt und entspannt den menschlichen Geist. Vielleicht ist deswegen Blau die beliebteste Farbe der Welt? Das bestätigt nämlich eine andere, weltweite Studie aus 2003.


2. Konzentration und Achtsameit

Das Meer fördert die Achtsamkeit: Wenn wir am Meer sind, sind wir oft im Hier und Jetzt. Wir nehmen die Umgebung bewusst wahr und konzentrieren uns auf den Moment. Dies fördert die Achtsamkeit und kann helfen, sich von belastenden Gedanken und Erinnerungen zu lösen.

Der britische Biologe, Wallace J. Nichols hat seine Studienergebnisse im 1995 zuerst in „Environmental Psychology“ und dann in seinem Buch „Blue Mind: The Surprising Science That Shows How Being Near, In, On, Or Under Water Can Make You Happier, Healthier, More Connected, And Better At What You Do“ veröffentlicht. Demnach erhöht sich die Konzentrationsfähigkeit unseres Gehirns, wenn man das Meer länger betrachtet.

3. Selbstbewusstsein durch Selbst-Erfahrung

Das Meer stärkt das Selbstbewusstsein: Das Schwimmen, Schnorcheln, Fischen und Tauchen im Meer kann eine Herausforderung sein, aber wenn wir es schaffen, fühlen wir uns stärker und selbstbewusster. Menschen mit Entwicklungstrauma haben oft ein geringes Selbstbewusstsein, das durch das Erleben der eigenen Stärke gestärkt werden kann.


4. Körperliche Gesundheit und Atemübungen

Das Meer fördert die körperliche Gesundheit: Das Salzwasser und die frische Luft am Meer haben eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit. Bewegung im Wasser kann zudem die Muskeln stärken und den Körper entspannen.

Das Jod in der Meeresluft (und -Wasser) gilt als natürliches Heilmittel für unsere Atemwege und regt den Stoffwechsel an. Das Salzwasser tut auch unserer Haut und Herz-Kreislauf-System gut. Unsere Atemwege profitieren zusätzlich und werden mit der Lunge reichlich befeuchtet. Pranayama (Atemübungen) am Meer zu üben ist somit besonders gesundheitsfördernd.


Trauma Entwicklungstrauma Yoga am Meer
Atemübungen, Meditation oder Yoga am Meer sind besonders heilsam

5. Freiheit und Glück

Das Meer gibt ein Gefühl von Freiheit: Das endlose Meer gibt ein Gefühl von Freiheit und Weite. Menschen mit Entwicklungstrauma haben oft das Gefühl, gefangen, fremdbestimmt oder eingeschränkt zu sein. Das Meer kann helfen, diese Enge zu lösen und ein Gefühl von Freiheit zu vermitteln.

Ein Aufenthalt am Meer kann unsere Stimmung grundlegend verändern, zeigte die Korean Society of Radiology im Jahr 2010 auf. Unser Gehirn wird stimuliert und zudem angeregt, Serotonin, Dopamin und Oxytocin zu produzieren. Diese Hormone spielen eine sehr wichtige Rolle für unser allgemeines Wohl- und Glücksempfinden. Diese Studie konnte sogar nachweisen, dass die Meereslandschaft jenen Bereiche im Gehirn aktiviert, die für eine emotionale Ausgeglichenheit, positive Einstellung und schöne Erinnerungen zuständig sind.

6. Balance und Ausgeglichenheit

Sind Sie schon mal am Beach eingeschlafen? Der Rhythmus und Klang der wiederkehrenden, rauschenden Wellen sorgen in unserem Geist für Harmonie. Es sei egal, wie laut, es geht darum, dass unser Gehirn und Körper die Naturgeräusche lieben und sich darin integriert wohl fühlt.

Vielleicht haben Sie bald eine Gelegenheit an die Ostsee oder zu einer anderen Wasserlandschaft zu fahren?


Und wie schön, dass sich das Meer und Yoga als heilsame Harmonie ergänzen, nicht wahr...




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